Vorspeise Paspel-Pasta

Hand aufs Herz, so lecker ein Schrägband-Salat auch sein mag, satt wird man davon nicht.

Und die Tophill*Kitchen ist ja nicht irgendein Fastfood-Laden, der mit großen leuchtenden Buchstaben von der Genießbarkeit seiner Küche abzulenken versucht. Seit Dezember ist die Tophill*Kitchen ein Sternelokal (in Österreich gibt es glaub‘ ich Hauben, und schwupps gibt’s Österreich nicht mehr, siehe hier), ausgezeichnet mit einem pinken Häkelstern von Katharina. Wenn das kein Freugrund ist…

Sterneküche

Heute auf der Speisekarte: Hausgemachte Paspel-Pasta mit buntem Allerlei

Paspel-Pasta

Paspel kann man prima selbst machen….gähn….1000 mal gehört…

Aber mal ehrlich…habt ihr schon? Ich habe es immer mal wieder gemacht, vor allem für’s Dirndl, weil es da irgendwie schwierig ist, etwas Passendes zu finden.

Reste(kisten)essen

Damit Paspel-Pasta aber kein fades Gericht ist, gibt’s ja das bunte Allerlei dazu. Und höre ich euch nicht immer mal wieder ächzen und seufzen, dass die Restekiste überquillt? Meine ist auch so ein richtiger Wonneproppen, der prächtig wächst und gedeiht. Kein Wunder, wird ja auch ständig gefüttert.

Also, macht euch über eure Kisten her. Alles, was nicht schmäler als 2-3cm ist, kommt jetzt in den großen Topf. Kordel dazu, umrühren, fertig!

Seid ihr bereit?

Paspel-Pasta

Ich schneide die Streifen 3 cm breit zu. Hat sich als sehr praktikabel erwiesen. Und mit meinem kleinen Helferlein geht das natürlich wie geschmiert. Genauso gut geht es aber auch mit dem Rollschneider oder einer Schere.

Paspel-Pasta

Die langen Bänder werden in kurze Stücke geteilt. Es soll ja bunt werden.

Paspel-Pasta

Nun die Abschnitte rechts auf rechts diagonal zusammennähen. Gerade geht auch, diagonal ist aber „stabiler“. Mehr Bilder dazu findet ihr im Schrägband-Salat-Tutorial. Das Prinzip ist das gleiche, lediglich die Breite der Stoffstreifen ist unterschiedlich.

Paspel-Pasta

Jetzt muss gebügelt werden. Hach, ich bin immer noch ganz verliebt in meinen Bügelbrettbezug. Ich war schon kurz davor einen zu nähen, als ich dieses hübsche Mädchenexemplar entdeckte.

Paspel-Pasta

Anders als beim Schrägbandsalat muss hier die Nahtzugabe auseinander gebügelt werden, sonst trägt sie zu sehr auf. Beim Schrägbandsalat kann man das natürlich auch strebermäßig machen…ist mir aber zu aufwendig und es geht so auch. Man muss ja auch mal die Kirche im Dorf lassen, oder?

Die auseinander gebügelte Nahttzugabe der Paspel kürze ich nicht….das Ding soll ja auch irgendwann mal fertig werden…ich finde, so genau geht es nicht.

Paspel-Pasta

Jetzt noch die Kordel in entsprechender Länge besorgen, dann ist schon fast alles geschafft. Die Kordel sollte an Anfang und Ende ein paar cm überstehen. So rutscht sie später nicht aus der Paspel heraus.

Paspel-Pasta

Kordel in den bunten Stoffstreifen einlegen und auf der rechten Stoffseite nähen. Am besten eignet sich dafür der Reißverschlussfuß. Genäht wird mit relativ geringer Fadenspannung und einer langen Stichweite. Die Naht soll die Kordel lediglich im Stoff fixieren. Und wenn ich später mal eine umlaufende Paspel z.B. in ein Kissen einnähe, muss die Naht ein Stück geöffnet werden, um die beiden Enden zu verbinden. Dann ist es ganz praktisch, wenn sie sich leicht auftrennen lässt.

Außerdem nähe ich nicht gaaaaanz knapp an der Kordel, sondern eher so ein bisschen locker flockig daneben. Hier scheiden sich die Geister – das macht wohl jeder anders. Aber wenn ich ganz knapp an der Kordel nähe und die Paspel später irgendwo einnähe, kann es passieren (vielleicht ja nur mir? *fragendguck*), dass man die Naht dann sieht. Richtig straff angenäht wird Paspel bei mir also erst in Verbindung mit ihrem Bestimmungsort.

Paspel-Pasta

Paspel-Pasta

Das war’s auch schon. Fertig ist die Paspel-Pasta. Schön al dente und bereit für ihren Einsatz. Meine Paspel wartet auf ihren Auftritt in der Tropfentasche der Taschenspieler-CD von Farbenmix. Ab Montag gibt’s nämlich jede Menge Tropfentaschen bei Emma zu bewundern. Auf diese Tasche hab ich mich schon lange gefreut. Ja, die ist genau mein Ding!

Paspel-Pasta

Bis es soweit ist und die Paspel-Pasta weiter verarbeitet wird, kriegt sie noch ein schönes Plätzchen im Nähreich. Aufgewickelt auf eine bunte Webbandkarte, wartet sie nun auf ihr Debut.

Wer wie ich noch ohne Plotter unterwegs ist, kann sich hier das Webbandkarten-Freebie runterladen. Einfach hübsches dickes Papier zusammen kleben, Form aufzeichnen und ausschneiden. Schon sieht’s auch noch nett aus.

Paspel-Pasta

Viel Spaß bei der Paspel-Pasta-Zubereitung. Ich komme jetzt regelmäßig vorbei, die Restekisten kontrollieren ;-)

 

Habt einen bunten Frei- und Freutag!

9 Kommentare

  1. Frau Knöpfle

    Hi Steffi,
    wow, schon wieder so ein tolles Rezept! Zumal ich inzwischen auch schon ein paar Paspeln angebracht habe und mich langsam dabei nicht mehr ganz so blöd anstelle…
    Aber Schrägbandsalat will ich zuerst mal zubereiten. Hab mir schon einen Schrägbandformer zugelegt! (Dank Dir!)
    Hoffe, ich finde bald mal Zeit dafür. Aber meine to-sew-Liste ist nicht gerade kurz…
    Danke für die tollen Ideen zum Stoffabbau!
    Bin schon gespannt auf Deine Tropfentasche!
    Näh schön, liebe Grüße
    Claudi

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  2. arctopholos

    Junge, Junge, äääh sorry, Mädchen, Mädchen, sooo viele Informationen in einem Post, hoffentlcih kriege ich das überhaupt auf die Reihe …
    Erst mal danke für das Pasta-Rezept, liebe Steffi … und für das Salat-Rezept … und für das Rezept-Karten-Freebie … mal schauen, was du hier sonst noch so alles versteckt hast, ist ja fast wie Ostern … O_O
    Du scheinst ja eine grandiose Köchin zu sein … hast ja schließlich auch schon einen Stern unter der Haube … :o)))
    Dann natürlich der Landkartenstoff: die Länder wurden bestimmt von Amerikanern (ich meine nicht den Kuchen) zusammengewürfelt, die wissen ja kaum, dass es Europa gibt … geschweige denn wo es liegt … und als Inhalt Borneo jawoll und Österreich und UnterItalien bloßnicht, ja was soll’s … oder auch what shalls, wie wir Italiener sagen … ;o)
    Und zu guter Letzt freue ich mich schon mal auf deine Tropfentasche – also wohl eher zwei davon??? – mit der Paspel-Pasta. Gibt es auch Schrägband-Salat als Vorspeise? Wobei mir (natürlich) nicht klar ist, ob man bei einer Tasche überhaupt Schrägband benötigt …

    Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Tropfen-Nähen und ein wundervolles Wochenende!
    Helga

    PS: Zu deinem Kommentar bei Sabine ist mir natürlich noch was eingefallen: Kleiner Feigling, auch seeehr lecker … :o)))

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  3. Tag für Ideen

    Also, einen besserer Salat-Gourmet als dich kenne ich nicht, und wird mir vermutlich auch nie über den Weg laufen. Deine Salate sind an Buntem, Genauem, und Praktischem nicht zu überbieten. Ich durfte mich ja höchst persönlich davon überzeugen – einfach genialst!!! Das Tüpfelchen auf dem I ist noch der pinke Nähfaden, mit dem der (Schrägband-) Salat zum großen Ganzen zusammen geführt wurde. Ich weiß nicht, ob ich es mal übers Herz bringe, den tollen Salat zu verwenden, denn die Spule ist einfach zu süß und wertet mein Nähzimmer ungemein auf!!!!
    Allerliebste Grüße Frau Haubenköchin…
    ja genau, wünscht dir dein Ösi-Fan :-)
    Drück dich!!

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  5. stillesbunt

    Liebe Steffi!

    Ich bin grad auf deinen blog gestossen und hab mich direkt gefreut. Vor allem über deine hübsche Paspelidee! Super für Reste. Davon hätt ich ja genug :-). So, und jetzt geh ich weiter bei dir stöbern. Wenn du magst, schau doch mal bei mir vorbei! Ich würd mich freuen.

    Lieben Gruß
    Lilly

    alias Frau bunt

    http://www.stillesbunt.at

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  7. Pingback: Tutorial | Kissen mit Paspel und Reißverschluss

  8. Pingback: Leichter und sommerlicher Schrägband-Salat

  9. Anette

    Diese Paspelidee wurde direkt umgesetzt …verschönert die Sitzkissen der Chilbank
    meines Sohnes :) Danke

    Antworten

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